Alles andere als Kaffee kochen…

Meine erste Arbeitswoche liegt bereits hinter mir. Yep, morgen habe ich frei und gehe auf große Fahrt. Ihr dürft gespannt sein!

In den Luxus der 3-Tage-Woche bin ich gekommen, da ich stattdessen am Montag in der Botschaft erscheinen muss (Für alle, denen es noch nicht bewusst war: Ich muss nur vier Tage/Woche arbeiten – quasi als Ausgleich für meinen unbezahlten Einsatz und montags ist theoretisch immer mein freier Tag).

Mein Arbeitsplatz liegt zwischen wunderschönen Häusern, einen Katzensprung vom Hyde Park entfernt, ein Anziehungspunkt zur Lunch Time.

Die Arbeitskollegen/innen sind super nett, erklären ganz viel bis mir der Kopf schwirrt und tatsächlich wurde ich direkt am ersten Tag damit konfrontiert, am Montag an einem Panel zur Auswahl von finanzierungswürdigen Projekten teilzunehmen. Das hieß für mich: Bis heute musste ich alle Anträge lesen, bewerten und mich soweit vorbereiten, dass ich am Montag mit Regierungsvertretern und anderen wichtigen Personen an der Auswahl aktiv teilnehmen kann. Bin ich deshalb ein nervliches Frack? Im Augenblick noch nicht, wer weiß wie es am Montag aussieht…

Neben dieser spannenden Aufgabe werde ich ein Seminar für die britischen/deutschen Jugendbotschafter mit vorbereiten und tatsächlich am ersten Juliwochenende dafür nach Berlin fliegen und bei der Durchführung mithelfen.
Ist doch echt komisch wie das Leben manchmal spielt. Da geh ich extra für ein Praktikum ins Ausland nur um dann in Deutschland ein Seminar zu begleiten. Funny!

Ansonsten muss ich tatsächlich keinen Kaffee kochen, sondern unterstütze die anderen in allgemeinen Bürotätigkeiten, was für mich ja „Business As Usual“ ist.

Da vor allem die ersten zwei Arbeitstage super anstrengend waren und ich von Dienstag auf Mittwoch stattliche 10 Stunden durchgeschlafen habe, gibt es diesmal nicht so viele Abenteuer zu erzählen. Nur heute war ich nach Feierabend noch so motiviert, dass ich mit der Tube Richtung Regent’s Park gefahren bin.

Nein, diesmal habe ich nicht Stunden in einem Park zugebracht, sondern in einer Buchhandlung. Daunt Books in der Marylebone High Street, nur unweit von Madame Tussauds entfernt, ist ein Traum für jeden Buchfanatiker. Von außen etwas unscheinbar, fast wäre ich daran vorbeigelaufen, von innen einfach nur wow. Neben Secondhandbüchern, einem riesigen Angebot an Reiseliteratur und den typischen Bestsellern, findet man dort auch Bücher geordnet nach deren Herkunft (bzw. deren Bezug) aus der ganzen Welt. Die untere Etage ist beispielsweise allein für Bücher mit thematischem Bezug  zu/von Autoren aus Amerika, Afrika, Asien und Australien reserviert.

Bevor ich jetzt anfange von der Atmosphäre und dem Geruch, der einen umfängt, zu schwärmen, werft lieber selbst einen Blick auf die Bilder und bei euren nächsten Besuch sollte auf jeden Fall ein Abstecher drin sein. Und das nicht nur wegen der Buchhandlung, denn der Stadtteil Marylebone hat viele kleine, süße Geschäfte, versteckte Straßen und Gärten und unzählige Pubs. Am faszinierendsten finde ich, dass zwei Straßen weiter das Leben tobt, Autos hupen, Touristen in Scharren fotografierend durch die Gegend laufen und dann, ganz plötzlich, wird es ruhig, idyllisch, grün. I love it!

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